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Im Herbst zu Schulbeginn kommt es immer wieder zu einem vermehrten Auftreten von Kopfläusen. Man rechnet in unseren Breiten mit einem Befall von 10% der Kinder zwischen 4 und 12 Jahren. Dabei haben Kopfläuse nicht unbedingt etwas mit schlechten hygienischen Bedingungen zu tun.
Kopfläuse sind Hautparasiten des Menschen, werden etwa 30 Tage alt und verbringen ihr ganzes Leben auf dem Kopf eines Menschen. Ohne menschliches Blut sterben sie nach spätestens zwei Tagen ab. Kopfläuse können weder springen noch fliegen, sind aber sehr gute Läufer.
Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch oder indirekt durch mit Läusen behaftete Kämme, Haarbürsten, Kopfbedeckungen, Schals, Kissen, Decken, Bettwäsche u.a.
Ein Kopflausbefall muss unverzüglich behandelt werden!!!
Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist eine 3-malige Behandlung mit Pedikuloziden auf chemischer Basis am
1. Tag – 4. Tag – 8. Tag die beste Methode um alle Entwicklungsstadien der Läuse zu beseitigen.
Die Gründe für Therapieversager können sehr vielfältig sein, wie zB:
- Fehler bei der Anwendung der Pedikulizide (Anti-Läusemittel)- Gebrauchsanweisung bzw. Beipacktext beachten!!!
- wachsende Resistenzen der Läuse gegen Pedikulizide
Nach einem Bericht der British Medical Association (BMA) im Juni 2006 gibt es bereits bei vier Fünftel aller Läuse eine Resistenz gegenüber den klassischen Entlausungsmitteln wie Malathion, Permethrin und Phenothrin.
NEU: Pedikulozide auf physikalischer Basis!
präventive Maßnahmen:
Die Prophylaxe richtet sich in erster Linie auf eine gute Information über die Lebensweise der Parasiten und die ergänzenden Maßnahmen für eine erfolgreiche Bekämpfung dieser.
In Kindergärten und Schulen sollten Merkblätter an die Eltern und Schüler verteilt werden. Zusammenarbeit mit Schulärzten suchen!
Die beste Vorbeugung ist die regelmäßige Kontrolle der Haare!!!
Zusätzliche Informationen für Ärzte, vorallem Schulärzte, sind auch im Steirischen Seuchenplan zu finden. |